ALTE LEDERFABRIK
CHRISTOPH KASPER
„Eisen bewegt“ heißt die kürzlich beendete Ausstellung des Metallbildhauers und Metallgestalters im Kreishaus Gütersloh. Seine Kunst bewegt in jedem Fall und regt zum Nachdenken an.
Kunst und Design haben den Haller schon immer begeistert – und als Sohn eines „Metallers“ auch das robuste, langlebige Material, das mit seinen Händen und seinen Ideen zum Kunstwerk wird. „Ich fange die Kunst vom Handwerk aus an“, sagt Christoph Kasper. Nach einer Selbstständigkeit im Gartengewerbe, ergänzt von einigen Semestern Kunststudium, absolviert er eine Ausbildung zum Metallgestalter und die Meisterschule. In seinem Atelier in der „Alten Lederfabrik“ in Halle (Westf.) widmet er sich heute ausschließlich seiner Kunst.
Seine figürlichen und abstrakten Kunstwerke sind vielschichtig – und tiefgründig. „Ganze Galaxien, schwarze Löcher etc., irgendwo dann der Mensch auf seinem kleinen Planeten und noch weiter unten zum Beispiel die Quanten – alles ist miteinander verknüpft, und das verschmilzt auch in meinen Werken“, beschreibt Christoph Kasper, der fasziniert ist von den Erkenntnissen der Wissenschaften. Seine Figuren, Köpfe, Kugeln, Kreise und Spiralen vermitteln immer wieder neue Eindrücke und Empfindungen.
Zentrales Gestaltungselement ist die Bewegung: „Die kann eingefroren sein, denn das Material ist erst einmal statisch. Es kann aber auch so filigran gearbeitet werden, dass es in Bewegung kommen kann.“ Licht und Schatten nutzt der Künstler ebenso geschickt wie die Kombination unterschiedlicher Materialien, etwa in der „Holzklotzträger-Serie“ mit dem Titel „Leicht ist es nicht“ und einer klaren Aussage: „Jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen.“ Auch die recht neue Skulptur „Chaos“ greift mit ihren aufwändig durchgearbeiteten Metallstäben den Zeitgeist auf. Unruhe und Umbruch, von Christoph Kasper stabil und dauerhaft festgehalten in einem nahezu unverwüstlichen Kunstwerk.





