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AUFREGER DES MONATS

SEPTEMBER

AUFREGER DES MONATS

Die weit über 100 Stände auf dem Wochenmarkt am Dom in Münster ziehen Samstag für Samstag Tausende Menschen an. Die Stadt hat sogar einen digitalen Marktplan veröffentlicht, der einen einfachen Überblick über Standorte und Angebote ermöglicht. Und in Bielefeld?

Hier haben etliche der 13 Wochenmärkte schon einmal bessere Tage gesehen. Eine aktuelle FDP-Anfrage bei der Stadt hat ergeben, dass die Zahl der Händler auf allen Bielefelder Wochenmärkten seit Jahren sinkt. Die Händler selber beklagen mitunter hohe Gebühren und wünschen eine bessere Kommunikation mit den Verantwortlichen. Man braucht kein Schwarzseher zu sein, um zu prognostizieren, dass ein immer kleineres Angebot die Wochenmärkte noch unattraktiver macht. Dabei haben die Märkte alle mehr Wertschätzung verdient – als Verkaufsort für regionale Produkte und als Quartiers-Treffpunkte. Ideen für eine Aufwertung gibt es einige, wie das Beispiel der Bürgerinitiative Lebendiger Ostmarkt zeigt. Natürlich können wir als Kunden ebenfalls durch unser Einkaufsverhalten die Wochenmärkte stärken. Aber auch Politik und Verwaltung sind gefragt, um die Zukunft der Märkte zu sichern. Da kann man sich von Münster eine dicke Scheibe abschneiden.


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