Grünes Licht für Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr: Der Ausschuss für Mobilität des Kreises Gütersloh hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe seine Tarife zum 1. April 2027 anpassen kann. Vorgesehen ist eine durchschnittliche Erhöhung der Ticketpreise um mindestens vier und höchstens sechs Prozent. Damit sollen gestiegene Kosten im ÖPNV teilweise aufgefangen und die Finanzierung des Verkehrsangebotes gestützt werden. Das Deutschlandticket ist von dieser Entscheidung nicht betroffen.
Die Politiker votierten außerdem einstimmig für die strukturelle Weiterentwicklung des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Dabei geht es konkret darum, einen zuvor beschlossenen Vorbehalt aufzuheben. Dieser hatte vorgesehen, dass zunächst alle beteiligten Kreise und kreisfreien Städte der neuen NWL-Satzung zustimmen müssen. Da die damaligen Hinderungsgründe inzwischen ausgeräumt sind, soll dieser Vorbehalt nun entfallen. Ein weiterer Beschluss betrifft die Satzung des Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe (VVOWL). Der Verband soll organisatorisch und inhaltlich weiterentwickelt werden. Ziel ist eine intensivere Zusammenarbeit der ÖPNV-Aufgabenträger in Ostwestfalen-Lippe. Künftig soll der Verband unter anderem stärker als gemeinsame regionale Plattform auftreten und bei Bedarf Aufgaben für einzelne Mitglieder übernehmen können. Im Zuge der Neuausrichtung wird auch eine Namensänderung empfohlen. Dafür soll die bereits bestehende Marke ‚OWLmobil‘ genutzt werden.