Soziales Lebenswerk: Franz Schaible engagiert sich für Menschen und gegen Arbeitslosigkeit.
„Machen“ steht auf einem Schild in seinem Büro in Bielefeld. Ein kleines Wort, das für den 75-Jährigen Programm ist. Als Sohn eines Küster-Ehepaares will der bekennende Ostwestfale eigentlich Pfarrer werden. Nachdem das am Schulabschluss scheitert, macht er eine Ausbildung zum Betriebsschlosser, doch sein Herz schlägt für den sozialen Bereich. Im zweiten Anlauf studiert er Sozialarbeit und startet mit Tätigkeiten von der Obdachlosenarbeit bis hin zur Jugendgerichtshilfe.
Schnelligkeit und Zielstrebigkeit prägen seinen Weg: „Die Bürokratie hat die Sozialarbeit immer gebremst“, sagt Franz Schaible. „Ich dachte mir, das kann’s ja nicht sein.“ In Bielefeld studiert er Soziologie und stellt fest, dass es oft einfacher ist, etwas ganz Neues aufzubauen. 1980 gründet er die „Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB)“.
Die GAB wächst rasant. Um das langfristige Engagement zu sichern, gründet er später die Stiftung „Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut“, deren Vorstandsvorsitzender er 25 Jahre lang ist. Für den Träger des Bundesverdienstkreuzes und der Ehrennadel der Stadt Bielefeld ist die bewegendste Auszeichnung ein gemaltes Bild von Kindern einer ukrainischen Schule als Dank für ein gespendetes Fahrzeug.
„Mit Gutem Gutes erreichen“ – seit Jahrzehnten beweist Franz Schaible dafür ein besonderes Gespür. An den Ruhestand denkt er mit 75 Jahren noch lange nicht: „Solange ich fit bin, kann ich gar nicht aufhören!“