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WERTHER STIMMT FÜR FREIBAD-SANIERUNG

HOHE KOSTEN

Das Freibad in Werther ist in die Jahre gekommen, der Sanierungsbedarf ist so hoch wie ein 10-Meter-Turm. Der Stadtrat hat sich nun einstimmig für das Einreichen eines Förderantrages ausgesprochen. Sollte der Antrag bewilligt werden, kommen hohe Kosten auf die Stadt zu.

Die Zeit drängt. Der 19. Juni ist der Stichtag, an dem der Förderantrag beim Bundes-Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eingegangen sein muss. 45 Prozent der Kosten würden vom Bund übernommen. Der Stadtrat hat im Mai die Verwaltung beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag einzureichen, obwohl nicht alle Details zur Planung bekannt sind. Im Falle eines positiven Bescheids hat Werther zugesagt, den notwendigen Eigenanteil zur Verfügung zu stellen. Falls der Förderantrag durchfällt, muss Werther die Planungen komplett neu aufrollen.

Im Sportausschuss wurden zuvor mögliche Entwürfe für das stark sanierungsbedürftige Freibad diskutiert. Ein Problem sind offene Fragen zur Sanierung, wie das Beispiel der Umkleidekabinen zeigt. Ob hier ein Neubau oder eine Sanierung sinnvoller ist, hängt von einer Überprüfung der Bausubstanz ab, die aber vor dem 19. Juni nicht wird stattfinden können. Zudem ist unklar, inwiefern sich geplante Kletterwand oder Breitrutschen positiv oder negativ auf die Förderungsentscheidung auswirken.

Das Architekturbüro Geising + Böker schätzt die Sanierungskosten auf rund 10 Millionen Euro – das hat Rathaus und Lokalpolitik aufhorchen lassen. Ein paar Einsparungen ließen sich zwar noch vornehmen, ein riesengroßer Batzen bleibt es in jedem Fall. Doch ohne eine Zustimmung des Stadtrats, die Kosten abseits der Fördergelder zu übernehmen, hätte der Antrag in Berlin gar keine Chance. So entschieden sich die Mitglieder im Stadtrat, wenn auch einige zähneknirschend, für die kostengünstigste Planungsvariante und das Einreichen des Förderantrags. Denn Werther ohne das Freibad als wichtige Erholungs- und Sportstätte – das ist nun wahrlich keine wohlklingende Zukunftsmusik.

„Das Freibad Werther ist für den Schul- und Freizeitsport essenziell, weist jedoch massive Mängel an der Technik, den Umkleiden, den Becken und der Barrierefreiheit auf. Das Freibad wird derzeit weiterhin betrieben, um aber den Fortbestand zu sichern, ist eine Sanierung unumgänglich.“ [Auszug aus dem Antrag]