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LEDERFABRIK HALLE

LINDA SCHÖWERLING

LEDERFABRIK HALLE

Schon als Kind experimentiert die Borgholzhausenerin mit der Kamera und träumt von einem eigenen Atelier in der „Alten Lederfabrik“. Ein Traum, der in Erfüllung ging.

Linda Schöwerlings Begeisterung für die Fotografie beginnt „eher zufällig“. Mit Bauleuchten aus dem Baumarkt sowie Rückhalt von ihren Eltern und Freunden probiert sie sich aus, macht später eine Ausbildung zur Fotografin. Neben einer Teilzeitstelle in den Fotowerkstätten der Hochschule Bielefeld, wo sie ständig dazulernt und sich optimal vernetzen kann, ist die heute 30-Jährige freiberuflich tätig.
In Unternehmen, auf Hochzeiten und in der Werbefotografie ist Linda Schöwerling ebenso zu Hause wie in künstlerischen, beeindruckend ausdrucksstarken Settings. „Ich möchte das Individuum, das Objekt, zeigen“, beschreibt sie. „Es reizt mich, Gefühle zu transportieren.“ Experimentelle Aktfotografie, gern in Verbindung mit der Natur, ist einer ihrer gegenwärtigen Schwerpunkte: „Im Mittelpunkt steht die Schönheit des Menschen, eingebettet in die Gelassenheit und das Wohlfühlen in der Natur.“ Das, was die Fotografin sieht und ablichtet, die Zusammenhänge innerhalb unserer Gesellschaft, das Leben an sich, ist für sie wie „ein verwirrendes Konstrukt, das nie loszulösen ist von den Menschen und dem, was sie mitbringen.“
Linda Schöwerling ist fasziniert von der Begegnung und deren Bedeutung – für andere, für den jeweiligen Menschen, für alle zusammen. Fotografie, so sagt sie, lebt von dieser Begegnung. Mit der Kamera als „Türöffner“ bekommt und bietet sie tiefe Einblicke, reflektiert kritisch das Weltgeschehen und liefert gern auch „Seelenbalsam für die Menschheit“. Dass jede Begegnung anders ist, macht ihre Kunst und ihren Alltag vielfältig: „Ich stehe jeden Tag auf und weiß nicht, was passiert.“ Ihre Kamera nutzt die Künstlerin, um die Welt aus ihrer Sicht darzustellen. Und doch, fasst sie zusammen, „muss man manchmal auch die Kamera weglegen und Momente einfach nur im Herzen abspeichern!“


Anekdote Frau Fehrenkötter: Auf verworrenen Wegen



„Ich kenne die „Alte Lederfabrik“ wie meine Westentasche. Hier gibt es jedoch so viele und teilweise derartig versteckte Gas- und Stromzähler, dass die Suche nach ihnen mitunter an-spruchsvoll ist. Glücklicherweise habe ich mir noch zusammen mit meinem Vater Wegbeschrei-bungen zu den Zählern auf den Ablesekarten notiert.“


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