TILLA DIE TEUTO-FEE UND DER WALDSEE
Mitten im Teutoburger Wald lebte die kleine Teuto-Fee Tilla. Jeden Morgen flog sie mit ihrem glitzernden Feenstab durch die Baumwipfel und verteilte funkelnden Feenstaub. So sorgte sie dafür, dass Blumen blühten, Tiere sich wohlfühlten und der Wald seine geheimnisvolle Magie behielt.
An einem warmen Sommertag hörte Tilla fröhliches Lachen. Es kam von einem kleinen Waldsee. Neugierig flog sie näher und entdeckte zwei Kinder, Mia und Ben. Sie planschten vergnügt am Ufer, spritzten sich gegenseitig nass und hatten großen Spaß.
Doch plötzlich bemerkte Tilla, dass Ben ein paar Schritte weiter ins Wasser ging. Dort wurde es schnell tiefer. Er ruderte hektisch mit den Armen, und auch Mia wirkte unsicher.
Mit einem kleinen Schwung ihres Feenstabs ließ Tilla eine schimmernde Brücke aus Feenstaub über das Wasser entstehen. Die Kinder erschraken, hielten aber sofort an und gingen zurück ins flache Wasser.
„Hallo!“, sagte Tilla freundlich. „Ich bin Tilla die Teuto-Fee. Darf ich euch etwas fragen? Könnt ihr schwimmen?“
Die beiden Kinder schüttelten verlegen den Kopf.
„Wir wollten nur ein bisschen planschen“, sagte Mia. „Wir dachten, hier ist das Wasser überall flach.“
Tilla setzte sich auf einen Stein am Ufer und nickte. „Viele glauben das. Aber auch ein kleiner Waldsee kann plötzlich tief werden. Der Boden kann unerwartet abfallen, und man verliert schnell den Halt. Wer nicht schwimmen kann, gerät dann leicht in Gefahr.“
Die Kinder schauten nachdenklich auf das Wasser.
„Schwimmen zu lernen ist etwas ganz Besonderes“, erklärte Tilla. „Es macht nicht nur Spaß, sondern hilft auch, sich im Wasser sicher zu bewegen. Und bis ihr schwimmen könnt, solltet ihr nur dort ins Wasser gehen, wo Erwachsene auf euch aufpassen und das Baden erlaubt und sicher ist.“
Ben nickte. „Dann fragen wir unsere Eltern, ob wir einen Schwimmkurs machen können.“
„Das ist eine wunderbare Idee!“, sagte Tilla lächelnd.
Sie schwang ihren Feenstab, und ein feiner Glitzerregen aus Feenstaub tanzte über den See. In den schimmernden Funken sahen die Kinder bunte Schwimmabzeichen und fröhliche Kinder, die sicher durchs Wasser schwammen.
„Das ist euer nächstes Abenteuer“, sagte Tilla. „Und bis dahin gilt: Sicherheit geht immer vor.“
Mia und Ben verabschiedeten sich von der kleinen Fee und liefen fröhlich nach Hause. Sie freuten sich schon darauf, bald richtig schwimmen zu lernen.
Tilla blickte ihnen lächelnd nach. Sie wusste: Der schönste Zauber war nicht ihr Feenstaub, sondern wenn Kinder lernten, gut auf sich selbst und andere aufzupassen.





